Tauchspulenmikrofon
Aus Soundlexikon
Das Tauchspulenmikrofon gehört zur Klasse der dynamischen Mikrofone. Diese arbeiten nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion.
Bei dem Tauchspulenmikrofon ist die Membran fest verbunden mit einer Magnet-Spule, die sich auf einem statischen dauermagnetischen Kern bewegt. Zur Unterdrückung von Störschall (wie Trittschall oder Hantiergeräuschen) ist diese Einheit im Mikrofongehäuse meist elastisch gelagert.
Die relative Bewegung von Spule und Magnetkern erzeugt per Induktion (Unter elektromagnetischer Induktion versteht man das Entstehen einer elektrischen Spannung. Ursache ist stets die Änderung des Magnetflusses.) das Signal, welches dann der weiteren Signalkette zur Verfügung steht. Ein prominentes Beispiel dieses Typs ist das Shure SM58.
Tauchspulenmikrofone haben ein träges Impulsverhalten, was bei höheren Ansprüchen im allgemeinen eher negativ bewertet wird, aber für bestimmte Zwecke dennoch erwünscht sein kann. Die Vorteile dieses Mikrofon-Typs zeigen sich darin, dass sie in der Regel gegenüber mechanischen Belastungen recht robust sind und hohe Schalldrücke vertragen – Eigenschaften, die im Livebetrieb gefragt sind. Zudem gelten sie als relativ preisgünstig.
