Elektretmikrofon

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Das Elektretmikrofon ist eine spezielle Form des Kondensatormikrofons, wobei sich zwischen den Kondensatorplatten, also auf der Membran oder auf der Gegenelektrode eine Elektretfolie befindet in der die Membranvorspannung sozusagen "eingefroren" ist.

Elektrete sind Stoffe die dauerhaft elektrisch geladen sind. Elektretmikrofone sind mit 90% Marktanteil die weltweit am häufigsten hergestellten und eingesetzten Mikrofone. Sie sind z. B. in Mobiltelefonen oder Kassettenrekordern eingebaut.

Schaltbild Mikrofonverstärker
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Schaltbild Mikrofonverstärker

Der Impedanzwandler mit sehr hochohmigem Eingang befindet sich in der Mikrofonkapsel. Er wird fast immer mit einem Feldeffekttransistor FET realisiert, der einen Speisestrom von weniger als 1 Milliampere benötigt. Auch wenn man diese Elektronik hinter der Membran häufig mit "Verstärker" bezeichnet, so wird dort allein eine Impedanzwandlung (Stromverstärkung, im Beispiel knapp 1500-fach) vorgenommen und keine Spannungsverstärkung, wie häufig unrichtig angenommen wird.

Die Größe der Mikrofonkapsel liegt meistens zwischen einem Millimeter und einem Zentimeter. Der Frequenzgang kann bei guten Elektretmikrofonen als Druckempfänger (Mikrofon mit Kugelcharakteristik) von 20 Hz bis 20 kHz gehen.

Der Vorteil des Elektretmikrofons gegenüber dem Kondensatormikrofon ist, dass keine Hochspannung als Kondensatormembran-Vorspannung benötigt wird und daher eine kleine Batterie zur Versorgung des notwendigen "Impedanzwandlers" ausreicht.

Erfunden wurde das Elektretmikrofon in den 1960er Jahren von Gerhard Sessler und James Edward West bei den Bell Laboratories.

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